Oil Thaimassage

Thai medical massage

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Geschichte und Herkunft

Die Yogaelemente (Fisch, Pflug, Brücke, Zange etc.) der Thai-Massage und die Terminologien verweisen auf einen indischen Ursprung. In ihrer Bezeichnung und ihrem Verlauf ähneln die Energielinien der Thai-Massage (Thai: เส้น - sen) den in Indien gebräuchlichen Energielinien (prana-nadis): Sen Sumana (thai - เส้นสุมนา) - Sushumna nadi (sanskrit), Sen Ittha (thai - เส้นอิทา) - Ida nadi (sanskrit), Sen Pingkhla (thai - เส้นปิงคลา) - Pingala nadi (sanskrit). [5]

Die Urheberschaft der Thai-Massage wird dem nordindischen Arzt Jīvaka-Komārabhacca (andere Schreibweise: Jivakar Kumar Bhaccha) zugerechnet. Noch heute wird er in Thailand als „Vater der Medizin“ verehrt und in einer Andacht (thai: Wai Khru - ไหว้ครู) zu Beginn der Thai- Massage erwähnt („Om Namo Jivago..“). [6]

Jīvaka-Komārabhacca war Zeitgenosse Buddhas und hat im 5. Jahrhundert v. Chr. in Indien gelebt. Im Pali-Kanon, den alten Schriften des Buddhismus der südlichen Schule des Theravada, wird er als Leibarzt des indischen Magadha-Königs Bimbisara genannt. König Bimbisara war dem Buddha verbunden und suchte ihn wiederholt auf. Auch Jīvaka-Komārabhacca stand in Kontakt zu Buddha und hat ihn und seine Mönchsgemeinde ärztlich betreut. [1]

Die Thai-Massage muss in einem Zirkel von Mönchen, die von Indien nach Myanmar übersiedelten, in Südostasien überliefert worden sein – vermutlich über viele Jahrhunderte zunächst mündlich in buddhistischen Tempeln. Dies kann frühestens ab dem 3./2. Jahrhundert v. Chr. geschehen sein, da sich erst dann die buddhistische Lehre im südostasiatischen Raum auszubreiten begann.

Es kursiert auch die Annahme, die buddhistischen Mönche selbst hätten die Thaimassage entwickelt, um sich von den Folgen langer Meditationsstellungen zu kurieren.



Ausschnitt der Lehr-Darstellung im „Medizin-Pavillon“ des Wat Pho, Bangkok


Die einzigen schriftlichen Überreste zur Thai-Massage sind auf Palmblättern in Pali-Sprache und Khmerschrift verfasst und wurden 1832 vom damaligen thailändischen König Nang Klao (Rama III.) im Tempel Wat Pho in Bangkok in 60 Steintafeln graviert. (Epigravuren sind dort noch heute zu besichtigen). Alle anderen Zeugnisse gingen bereits 1767 bei der Zerstörung der alten thailändischen Königstadt Ayutthaya durch burmesische Eroberer verloren. [7]

Da das Wissen um diese Massagekunst vermutlich mit dem Buddhismus den indischen Kontinent verlassen hat, wird sie in Indien heute nicht praktiziert. Die dort verbreiteten Techniken sind als indische Yogamassage oder aryurvedische Massage bekannt. Es ist denkbar, dass in Siam bereits Massageformen existierten, die sich mit der neuen Lehre mischten, und es ist auch nicht auszuschließen, dass im Laufe der Jahrhunderte über Handelsbeziehungen zu China die traditionelle chinesische Medizin Einfluss auf die Methode gewonnen hat.

Die traditionelle Thai-Massage ist auch in ihrer heutigen Praxis dem Buddhismus verbunden. Sie wird mit Metta (im südlichen Buddhismus gebräuchlicher Begriff für liebende Güte) angewandt. Die Meister sind in der Regel tief religiöse Menschen, die die Massage im Zustand der Achtsamkeit, des Gleichmuts, des Mitgefühls und der anteilnehmenden Freude ausführen.

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Wenn wir davon ausgehen, dass der Begründer der Thai-Massage Jivakar Kumar Bhaccha ist, dann kann die Methode keinesfalls älter als 2500 Jahre sein und ihre Wurzeln liegen in Indien.

Jivakar Kumar Bhaccha wird im Pali-Kanon, den alten Schriften des Buddhismus der südlichen Schule des Theravada, als Leibarzt des indischen Magadha-Königs Bimbisara erwähnt.(1) Dessen Regentschaft im Osten Indiens währte von ca. 546/543 – ca. 491/494. König Bimbisara suchte wiederholt seinen Zeitgenossen Siddharta Gautama (Buddha) auf. Zu vermuten, dass der berühmte nordindische Arzt Jivakar Kumar Bhaccha und Buddha einander ebenfalls bekannt waren, liegt nahe. Es wird behauptet, Buddha habe die Heilkünste Shiavago Kumar Bhacchas in Anspruch genommen (2), bzw. er sei mit ihm befreundet gewesen (3).

Die buddhistische Lehre breitete sich frühestens ab dem 3./2. Jhd.v.Chr. im südostasiatischen Raum aus. Die Thai-Massage muss im kleinen Zirkel von buddhistischen Mönchen, die von Indien nach Myanmar übersiedelten, in Südostasien überliefert worden sein – vermutlich über viele Jahrhunderte zunächst mündlich in buddhistischen Tempeln. Im Tempel Wat Pho in Bangkok wurden 1832 vom damaligen König Rama III die Überreste der auf Palmblättern in Pali-Sprache und Khmerschrift verfassten Texte zur Thai-Massage in 60 Steintafeln graviert. (Epigravuren sind dort noch heute zu besichtigen). Alle anderen Zeugnisse gingen bereits 1767 bei der Zerstörung der alten Königstadt Ayutthia durch burmesische Eroberer verloren. (4)

Die Thai-Massage stammt mit größter Sicherheit nicht aus China. (5) Dass später, im Verlauf der vielen Jahrhunderte auch Einflüsse aus der TCM aufgenommen wurden, ist natürlich nicht auszuschließen. Nicht nur der Umstand, dass der nordindische Jivakar Kumar Bhacchha in Thailand noch heute als „Vater der Medizin“ verehrt und vor jeder Massage im Gebet lobend erwähnt wird („Om namo Shivago..“) (6), sondern auch die Terminologie, die für die Energielinien verwendet wird, weisen auf den indischen Ursprung hin. In ihren Namen und ihren Verläufen ähneln die Energielinien der Thai-Massage (sen) den in Indien gebräuchlichen Energielinien (prana-nadis): Sen Sumana (sanskrit: Sushumna nadi), Sen Ittha (sanskrit: Ida nadi), Sen Pingkhala (sanskrit: Pingala nadi). (7)

Zudem ist der Yoga-Hintergrund der Thai-Massage offensichtlich: Die Positionen sind dem Hatha-Yoga entnommen (Fisch, Pflug, Brücke etc.), die passiv praktiziert und vom Behandler intensiviert werden. Da das Wissen um diese Art Yogamassage vermutlich mit der Abwanderung des Buddhismus den indischen Kontinent verlassen hat, wird sie in Indien heute nicht mehr praktiziert. Die Massage hat sich dort anders entwickelt und ist als aryurvedische Massage oder indische Yogamassage bekannt.

Die traditionelle Thai-Massage ist auch in ihrer heutigen Praxis dem Buddhismus verbunden. Sie wird mit „Metta“ (im südlichen Buddhismus gebräuchlicher Begriff für liebende Güte) angewandt. Die Meister sind in der Regel tief religiöse Menschen, die die Massage meditativ ausführen und die buddhistischen Prinzipien der Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration befolgen.(8)


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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